Umgang mit Verschwörungs­theorien in der psycho­therapeutischen Praxis

In einer Zeit, die Unmengen an Informationen auf Knopfdruck bereitstellt, breitet sich die Sehnsucht nach einfachen Antworten und magischen Lösungen aus. Esoterik boomt, Verschwörungstheorien finden sich inmitten der Gesellschaft wieder, die gefühlte Wahrheit trumpft Faktenwissen.
Woher stammt diese Wissenschaftsskepsis? Welche Funktionen erfüllen Verschwörungsmythen und welche Gefahren entstehen daraus? Wer ist besonders anfällig und welche Motive treiben Influencer und Gläubige an?
Wie kann positive Kommunikation gelingen und wann ist Abgrenzung und Grenzziehung nötig? Was fördert generell Umdenkprozesse? Wie gehe ich in einem therapeutischen Setting mit Menschen um, die verschwörungsgläubig sind? Was kann Angehörigen und dem Umfeld der Betroffenen geraten werden?

Inhalte

  • Einblick in aktuell kursierende Narrative anhand von aktuellen Beispielen
  • Funktionsweisen der Szene, ihre Themen, Motive und Mechanismen
  • Persönlichkeitsmerkmale und Motive von Verschwörungsgläubigen
  • Strategien im Umgang damit, angepasst an den jeweiligen Kontext
  • Therapeutische Wege und Irrwege, wenn die betroffene Person eine Klient*in ist
  • Umgang mit Glaube und Spiritualität in der Psychotherapie generell

Termin: ein neuer Termin ist in Planung
Kosten: € 220,–  (1 Tag)
Ort: Innsbruck

Anmeldung:

institut@systemische-praxis.atInformation
Rückfragen bei Barbara Laske: +43 6503014821

Mag.a Ulrike Schiesser

Portrait Ulrike Schiesser

Psychologin, Psychotherapeutin (Systemische Familientherapie), Mitarbeiterin der Bundesstelle für Sektenfragen.
Arbeitsschwerpunkte: Missbrauch von Spiritualität und Religion, Personenkulte, problematische Gruppenstrukturen und vereinnahmende Systeme, Konflikte im Bereich Weltanschauungen sowie Esoterik und Verschwörungstheorien. 

Aktuelles Buch:

Buchcover „Fakt und Vorurteil“; Holm Gero Hümmler, Ulrike Schiesser

Fakt und Vorurteil, Kommunikation mit Esoterikern, Fanatikern und Verschwörungsgläubigen,
Springer 2021